Trinationale
S-Bahn
Herzstück-Basel

Definition

Was ist das Herzstück?

Das «Herzstück Basel» ist eine Durchmesserstrecke, welche die drei Bahnhöfe Basel SBB, Badischer Bahnhof und Bahnhof St. Johann verbindet. Das Herzstück Basel ist ein Teilprojekt des Ausbaus des Bahnknotens Basel. Dieser Ausbau bringt die aus dem 19. Jahrhundert stammende Eisenbahninfrastruktur in der Region auf einen Stand, der heutige und künftige Bedürfnisse erfüllen kann.

Nutzen für die Region und die Schweiz

Das Herzstück Basel schafft die nötigen Kapazitäten, um die stetig steigende Mobilitätsnachfrage befriedigen zu können, und unterstützt eine nachhaltige Siedlungsentwicklung entlang der Bahnkorridore in der Agglomeration Basel. Denn das Pendeln wird dort attraktiver, wo es am einfachsten ist: in der Nähe einer gut ausgebauten S-Bahn-Linie. Schnelle Durchmesserlinien helfen mit, die Strassen zu entlasten. Zudem entstehen neue Haltestellen im Stadtgebiet. Diese entlasten die Bahnhöfe Basel SBB und Badischer Bahnhof. Die stark frequentierten innerstädtischen Tramlinien werden ebenfalls entlastet.

Das Herzstück Basel stützt die wirtschaftliche Entwicklung. Durch direktere und schnellere Zugverbindungen sowie durch kürzere Umsteigezeiten wird der Arbeitsmarkt vergrössert. Arbeitnehmende finden in einem grösseren Arbeitsmarkt eher Stellen, die ihren Qualifikationen entsprechen, und Arbeitgebende finden eher die spezialisierten Arbeitskräfte, die sie benötigen. Dadurch werden Wachstum und Arbeitsmarkt gesichert, die Löhne und die Steuererträge steigen. Der jährliche wirtschaftliche Nutzen der Bahnknoten-Investitionen beträgt auf Schweizer Seite der Agglomeration rund 159 Mio. CHF. Eine prosperierende Agglomeration Basel nutzt der Schweiz dank höheren Steuererträgen und über den Nationalen Finanzausgleich.

Nutzen für die Bahn

Das Herzstück Basel erhöht die Leistungsfähigkeit der gesamten Bahninfrastruktur im Grossraum Basel. Aus betrieblicher Sicht ist die Durchmesserstrecke erforderlich, weil der Richtungswechsel der Züge im Bahnhof Basel SBB und im Badischen Bahnhof den Aufenthalt verlängert und die bereits knappen Perron- und Gleiskapazitäten erheblich belastet. Zudem stösst der Bahnhof Basel SBB an seine Grenzen, sowohl was die Anzahl ein- und ausfahrender Züge wie auch die der ein- und aussteigenden Fahrgäste betrifft. Schliesslich trägt neben dem wachsenden Personenverkehr auch der Schienengüterverkehr dazu bei, dass die Bahntrassen knapp werden. Das Herzstück Basel schafft die Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Personen- und Güterverkehr auf der Schiene.

Ausserdem schafft das Herzstück die benötigten Kapazitäten für S-Bahn, Fernbahn und Güterbahn. Im Personenfernverkehr zum Beispiel auf der Achse Frankfurt – Basel – Mailand verkürzen sich die Fahrzeiten und der dritte internationale Flughafen der Schweiz, der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, kommt an das Schienennetz.

S-Bahn-Linien ohne Herzstück

Bahnhof SBB und Badischer Bahnhof werden meist als Sackbahnhöfe genutzt. Die S-Bahn-Züge belegen während der Wartezeit Perrons, die für den Fernverkehr benötigt werden. Die Infrastruktur ist dem prognostizierten starken Anstieg des Schienenverkehrs bis 2040 nicht gewachsen.

S-Bahn-Linien mit Herzstück

Mehrere S-Bahn-Linien werden auf der Durchmesserstrecke «Herzstück» durchgebunden. Bahnhof SBB und Badischer Bahnhof werden von Sackbahnhöfen zu leistungsfähigen Durchgangsbahnhöfen. Die neu geschaffenen Haltestellen Basel Mitte und Klybeck entlasten die Bahnhöfe.