Trinationale
S-Bahn
Herzstück-Basel

FAQ - Antworten auf Ihre Fragen

Nachstehend finden Sie Fragen/Anregungen, die uns regelmäßig eingehen und deren Beantwortung wir Ihnen gerne zugänglich machen wollen.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Bemerkunge zur trinationalen S-Bahn trireno, zum Infrastrukturprojekt Herzstück-Basel oder anderem? Möchten Sie uns etwas mitteilen? Dann schreiben Sie uns.

Die interessantesten und häufigsten Fragen werden hier unter FAQ publiziert.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

01 - Wieso braucht es das Herzstück?

Das Verkehrsaufkommen auf Strasse und Schiene nimmt laufend zu. Mit dem Herzstück können neue Kapazitäten für den regionalen ÖV geschaffen werden. Ausserdem ermöglicht es eine markante Verbesserung des Angebots im Regionalverkehr. Damit wird das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr attraktiver.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-20

02 - Was bringt das Herzstück den ÖV-Benutzenden?

Dank dem Herzstück wird der ÖV markant attraktiver: dichterer Takt, schnellere Verbindungen, weniger Umsteigen, einfachere Erreichbarkeit des Stadtzentrums, bessere Anbindung der Agglomeration. Das Herzstück ist die Voraussetzung dafür, dass die Region Basel eine S-Bahn erhält, wie sie in anderen Agglomerationen schon lange Standard ist.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-20

03 - Was bringt das Herzstück Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden?

Dank dem besseren Verkehrsnetz sind Firmen und Ausbildungsstätten leichter erreichbar. Für Arbeitnehmende vergrössert sich damit der Stellenmarkt, ohne den Wohnort wechseln zu müssen. Für die Wirtschaft bedeutet dies umgekehrt Zugang zu einem grösseren Potenzial an Arbeitskräften. Ausserdem  erweitert sich der Einzugsbereich für Dienstleistungen und Handel, was die wirtschaftliche Entwicklung unterstützt.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-20

04 - Was bringt das Herzstück der Stadt und der Region?

Die Stadt rückt wieder ins Zentrum und gewinnt an Attraktivität als Lebensraum, Arbeits- und Wohnort. Auch die Region profitiert von einem leistungsfähigen öV in Form von weniger Staustunden, geringerer Umweltbelastung und erhöhter Standortattraktivität. Die positiven Impulse auf die Wirtschaftsentwicklung schlagen sich schliesslich auch in Form höherer Steuereinkünfte nieder. Insgesamt wird mit positiven volkswirtschaftlichen Effekten von gegen 150 Mio. Franken jährlich gerechnet.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-20

05 - Wie profitiert die Schweiz vom Ausbau der Bahninfrastruktur in der Region Basel?

In der Agglomeration Basel überlagern sich der regionale, nationale und internationale Personen- und Güterverkehr. Der Ausbau der Bahninfrastruktur in der Region sorgt für eine bessere Entflechtung dieser Verkehre und erhöht die Leistungsfähigkeit des Netzes. Damit kann Basel auch zukünftig seine Aufgabe als nördliche Verkehrsdrehscheibe der Schweiz leisten.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-20

06 - Was kostet das Herzstück?

Die Kosten für das Herzstück selbst (Tunnel inklusive Anschlüsse an den Bahnhof SBB und Badischer Bahnhof) werden auf rund 1.9 Milliarden Franken veranschlagt; mit dem Anschluss des EuroAirports via Bahnhof St. Johann („Y-Ast“) belaufen sich die Kosten auf 2.8 Milliarden Franken. Zur Erreichung der vollen Funktionalität sind zusätzlich Ausbauten auf den sieben Ästen der S-Bahn und Investitionen in bahnnahe und städtische Anlagen notwendig. Werden diese hinzugerechnet, betragen die gesamten Investitionskosten für alle Massnahmen zu Gunsten der trinationalen S-Bahn nach aktueller Schätzung 4.25 Milliarden Franken. Unter Abzug von Beiträgen Dritter und ohnehin fälligen Erneuerungsmassnahmen verbleibt ein Betrag von rund 2.6 Milliarden (ohne Y-Ast) bzw. 3.3 Milliarden Franken (inklusive Y-Ast) zu Lasten des Ausbauschritts 2030/35 des Bundes. Es ist nun Aufgabe des Vorprojekts, diese Schätzungen zu verfeinern und eine Kostenprognose mit einer Genauigkeit von ± 20% zu erreichen.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-25

07 - Wer bezahlt das Herzstück?

Es wird angestrebt, dass das Herzstück und die Ausbauten auf den Zulaufstrecken in das Ausbauprogramm 2030/35 des schweizerischen Eisenbahnnetzes aufgenommen und aus dem Bahn-Infrastruktur-Fonds (BIF) des Bundes finanziert werden. Dazu ist ein Beschluss des eidgenössischen Parlaments nötig. Dieser wird frühestens 2018 erwartet. Der Kanton Basel-Stadt hat sich bereit erklärt, eine rückzahlbare Vorfinanzierung zu leisten, damit das Projekt ohne Verzögerung weiter bearbeitet werden kann.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

08 - Hat eine Vorfinanzierung in Bern eine Chance?

Ja, Vorfinanzierungen von Bahninfrastrukturprojekten sind nach wie vor möglich. Allerdings können nur jene Projekte oder Teilprojekte vorfinanziert werden, die das Parlament in einen Ausbauschritt aufgenommen und somit bewilligt hat. Für das Herzstück bedeutet das: Nur wenn das Herzstück als Gesamtprojekt oder Teilprojekte davon in den Ausbauschritt 2030/35 aufgenommen werden, kann der Kanton Basel-Stadt eine Vorfinanzierung leisten. Dieser Entscheid fällt voraussichtlich 2019. Somit ist derzeit noch alles offen. Gleichwohl kann der Kanton Basel-Stadt schon jetzt mit dem Bund über eine allfällige Vorfinanzierung verhandeln. Frei nach dem Motto: Sobald der Entscheid zu Gunsten des Herzstücks gefallen ist, sind auch die Modalitäten zur Vorfinanzierung geregelt und das Projekt kann zügig vorankommen. Zudem ist die Bereitschaft zur Vorfinanzierung ein starkes Signal nach Bundesbern: Die dynamischste Wirtschaftsregion der Schweiz braucht jetzt eine Durchmesserlinie, sie braucht das Herzstück!

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

09 - Was geschieht, wenn das Parlament die Mittel nicht bewilligt?

Das Projekt Herzstück konkurriert mit zahlreichen anderen Ausbauvorhaben in der ganzen Schweiz um die begrenzten Mittel aus der Bundeskasse. Sollten andere Projekte den Vorrang erhalten, ist entweder eine Etappierung denkbar, oder es wird eine Finanzierung im folgenden Ausbauschritt beantragt.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

10 - Wo genau wird der Tunnel durchgehen?

Das Herzstück verläuft vom Bahnhof SBB zuerst via Elsässerbahn, taucht westlich des Zollis ab und erreicht in einem Bogen via Schützenmatte die neue Tiefhaltestelle Basel Mitte. Die Strecke unterquert anschliessend den Rhein, erschliesst das Klybeck-Areal mit einer weiteren neuen Haltestelle und erreicht von Norden her den Badischen Bahnhof. Ab der Haltestelle Mitte führt ein Abzweiger zum Bahnhof St. Johann und von dort aus zum EuroAirport.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-25

11 - Wo werden die Haltestellen sein?

Das Herzstück sieht zwei neue Tiefhaltestellen vor. Die Haltestelle „Mitte“ liegt unter dem Marktplatz. Sie erschliesst das Stadtzentrum mit vorgesehen Ausgängen zur Schifflände, zu Universität/Spital und zwischen Marktplatz und Barfüsserplatz. Die Haltestelle Klybeck beginnt im Bereich der Querung der Nordtangente (A3) und liegt annähernd in Nord-Süd-Richtung parallel zur Klybeckstrasse. Ausgänge sind zu den Tramhaltestellen Dreirosenbrücke und Ciba vorgesehen.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

12 - Welche Ausbauten sind auf den 7 S-Bahn-Ästen vorgesehen?

Das Herzstück liegt im Zentrum der künftigen trinationalen S-Bahn. Es verknüpft die 7 Äste des Netzes miteinander und ermöglicht mehr, bessere und schnellere Verbindungen innerhalb der Agglomeration. Damit das System funktioniert, sind Ausbauten auf den Zulaufstrecken notwendig. Dies sind insbesondere der Ausbau im Ergolztal, die Doppelspur im Laufental, die Kapazitätserweiterung zwischen Pratteln und Rheinfelden, die Hochrheinelektrifizierung, die Ausbauten im Wiesental , die Erweiterung auf vier Gleise am Oberrhein sowie der Bahnanschluss des EuroAirports.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

13 - Wäre ein besseres S-Bahn-Angebot auch ohne Herzstück zu haben?

Die wachsende Verkehrsnachfrage erfordert so oder so Ausbauten der Bahninfrastruktur. Mit einer Nachrüstung des bestehenden Netzes könnten auch ohne Herzstück punktuelle Verbesserungen des S-Bahn-Angebots erreicht werden. Der für die Kunden am deutlichsten spürbare Nutzen – häufigere, umsteigefreie Verbindungen mit direkter Anbindung der Innenstadt – lässt sich aber nur mit dem Herzstück erreichen.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

14 - Wird das Herzstück fernverkehrstauglich?

Primäre Aufgabe der Planung ist, die Linienführung so zu gestalten, dass sie die Angebotsvorstellungen der Planungsregion für die trinationale S-Bahn erfüllt. Darüber hinaus soll die neue Durchmesserlinie ein optimales Kosten-/Nutzen-Verhältnis aufweisen und möglichst flexibel genutzt werden können. Das Befahren mit Fernverkehrszügen ist eine Option für die Zukunft, die bei der Planung genauso berücksichtigt wird wie zusätzliche Angebote im Regionalverkehr.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

15 - Kannibalisiert das Herzstück den Tram- und Busverkehr?

Eine Entlastung der stark frequentierten Linien im Stadtzentrum ist erwünscht. Tram und Bus werden aber auch mit dem Herzstück eine zentrale Rolle als Feinverteiler spielen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass mit dem verbesserten S-Bahn-Angebot kein genereller Rückgang bei den Frequenzen bei Tram und Bus beobachtet wird. Es ist zu erwarten, dass dank der stärkeren Benutzung der S-Bahn auch der Bedarf nach Transportleistungen bei den anderen Gliedern der öV-Kette steigt.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

16 - Kommt man mit dem Herzstück besser zum EuroAirport?

Der EuroAirport wird unabhängig vom Herzstück an das Schienennetz angebunden; ein entsprechendes Projekt der SNCF ist im fortgeschrittenen Planungsstadium und soll ab 2020 realisiert werden. Mit dem Herzstück werden darüber hinaus schnellere und häufigere Verbindungen möglich; denkbar ist ausserdem ein direkter Anschluss an den Fernverkehr.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21

17 - Erhält Basel mit der Durchmesserlinie eine Metro?

Das Herzstück der S-Bahn Basel hat mit einer Metro nichts zu tun. Es geht darum, die heute in Basel endenden S-Bahnstrecken mit zwei neu zu bauenden Tunnelabschnitten untereinander zu verknüpfen. Damit ist die neue Verbindung vergleichbar mit der Durchmesserlinie Zürich sowie mit Tunnelstrecken für die S-Bahn im Ausland (Stuttgart, Frankfurt, Leipzig, Malmö). Die Metro, wie sie in Paris, London oder auch in Lausanne betrieben wird, hat ein eigenes Netz, das nicht mit dem Eisenbahnnetz verbunden ist, eine andere Spurweite und unterschiedliches Rollmaterial. Entsprechend könnte eine Metro auch nicht über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes (BIF) finanziert werden.

Zuletzt aktualisiert am 2017-04-21