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Grossbauwerke wie das Herzstück haben eine sehr lange
Planungs-, Entscheidungs-, Finanzierungs- und Bauzeit. Deshalb empfiehlt
die Projektleitung:
Hauptempfehlungen
- Die Variante Mitte wird weiter bearbeitet und optimiert.
Begründung: Positives Nutzen-Kosten-Verhältnis, kürzere
Fahrzeit, kleinere Bau- und Betriebskosten, grössere Entlastung
Tramnetz, weniger Risiken, Erschliessung Basel Nord besser und günstiger
durch Tram und/oder «Nordbogen TAB» lösbar. Die Lage
der Stationen und deren Zugänge lassen sich noch optimieren.
- Der Korridor für die Tunnelabschnitte im Tagbau wird gesichert
(Basel SBB – Parkplatz Zoo und Ausfahrt Bad. Bahnhof).
Begründung: Einsparung beim spätern Bau.
- Mit SBB und DB wird über die Sicherstellung des späteren
Herzstück-Anschlusses verhandelt.
- In den nächsten 15 Jahren werden die Aussenstrecken der S-Bahn
für den 15-Minuten-Takt ausgebaut und zusätzliche S-Bahn-Stationen
eingerichtet.
Begründung: Die Resultate des Verkehrsmodells zeigen, dass dadurch
die S-Bahn bereits ohne Herzstück einen erheblichen Mehrverkehr
anziehen könnte.
- In Stadtnähe wird auch das Tramnetz ausgebaut.
Begründung: Bei kurzen Distanzen ist das Tram vorteilhaft (z.B.
Weil, St. Louis).
- Die Planung des Herzstücks wird mit den übrigen Ausbauten
des öV-Netzes in der Region Basel abgestimmt (Agglomerationsprogramm
und TAB-Planung).
- Es wird geprüft, welche Konsequenzen der Bau eines unterirdischen
Verzweigungsbauwerkes in Grossbasel hätte, um später auch
eine Zweiglinie Marktplatz – St. Johann zu realisieren (sog. «Y»).
Eventualempfehlungen
Falls dennoch die Variante Nord weiter verfolgt wird, so empfiehlt die
Projektleitung:
- Zuerst wird mit den französischen Behörden und den Grundeigentümern
abgeklärt, ob ein grosses Interesse an zusätzlichen Haltestellen
in diesem Gebiet besteht.
Begründung: Ohne wesentliches Interesse aus diesem Gebiet lässt
sich die Variante Nord kaum begründen.
- Zusammen mit den französischen Behörden und den Grundeigentümern
wird die Linienführung der Hochlage optimiert und in ein städtebauliches
Entwicklungskonzept eingebettet.
Begründung: Da die unterirdische Linienführung der Variante
Nord aus finanziellen Gründen kaum in Frage kommen kann, ist der
Eingriff einer Führung in Hochlage sehr sorgfältig abzuklären.
- Diese Planung wird sofort an die Hand genommen, um so den Korridor
zu sichern.
Begründung: Um zu verhindern, dass neuere Bauten die spätere
Realisierung erschweren würden.
Für die Projektleitung:
- Alain Groff, Leiter Ressort Verkehr, WSD, Basel-Stadt (Vorsitz)
- Dr. Hans-Christoph Bächtold, Leiter Abt. öffentlicher Verkehr,
BUD, Basel-Landschaft
- Dr. Maria Lezzi, Leiterin Planung im HPA, BD, Basel Stadt
- Dr. Severin Rangosch, Stv. Leiter Regionalverkehr, SBB
Basel/Liestal/Bern Juli 2004 |
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