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Könnten nicht Private das Herzstück finanzieren?

Eine Finanzierung nach dem Modell Public Private Partnership (PPP) ist diskutiert worden. Es wurde aber darauf verzichtet, diese Idee weiterzuverfolgen.

Das PPP-Modell ist sowohl bei der Neat wie auch bei anderen Eisenbahnprojekten in der Schweiz geprüft und verworfen worden. Ausländische Beispiele zeigen, dass diese Finanzierungsart für Bahn-Infrastrukturprojekte ungeeignet ist: Private Investoren müssen die Risiken – zum Beispiel die Geologie oder das langfristige Einnahmenrisiko – im Voraus berechnen können. Dazu kommt, dass die Kapitalkosten meist höher sind als die Zinssätze für staatlich garantierte Anleihen. Dadurch entsteht eine Differenz, die von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern berappt werden muss.

Selbstverständlich kommen auch Privatunternehmungen zum Zuge: Zum Beispiel werden die Planung und der Bau des Herzstücks aufgrund öffentlicher Ausschreibungen an private Unternehmen vergeben.

Nicht ausgeschlossen ist, dass sich Grundeigentümer, die speziell vom Herzstück profitieren, finanziell am Bauwerk beteiligen. Dies dürfte vor allem dort der Fall sein, wo Läden oder andere kommerziell genutzten Gebäude direkt an den Ausgang einer S-Bahn-Station – und damit an einen grossen Passantenstrom – angeschlossen werden.