Was ist mit den Gemeinden, die nicht unmittelbar vom Herzstück profitieren?
Es können tatsächlich nicht alle Gemeinden einen direkten Nutzen aus dem Herzstück ziehen. Dies war auch in Zürich der Fall, wo die Durchmesserlinien der S-Bahn 1990 eingeführt wurden. Vom ersten S-Bahn-Tunnel konnte beispielsweise das ganze Gebiet des linken Zürichseeufers – mit Gemeinden wie Horgen, Thalwil oder Kilchberg – nicht direkt profitieren. Trotzdem trugen diese Gemeinden die Finanzierung mit. Sie waren sich bewusst, dass mit dem Ausbau der S-Bahn die ganze Region wirtschaftlich aufgewertet würde. Dies trat tatsächlich auch ein. Diese regionale Solidarität hat sich für alle ausbezahlt: 23 Jahre später profitieren nun diese wichtigen Zürcher Gemeinden von der zweiten Etappe des S-Bahn-Ausbaus.
Das Gleiche gilt auch für Genf. Dort hat die Bevölkerung mit grosser Mehrheit einer teuren S-Bahn-Verbindung nach Frankreich zugestimmt, obschon die meiste Einwohner/-innen nicht direkt profitieren.
