In Stuttgart hat der unterirdische Bahnhof «Stuttgart 21» heftige Proteste ausgelöst. Gibt es dieses Risiko auch in Basel?
Nein. Zwischen dem Herzstück und dem Grossprojekt «Stuttgart 21» liegen Welten:
Über das Herzstück wird demokratisch abgestimmt, unter Umständen sogar mehrmals. Dies war in Stuttgart nicht der Fall.
Das Grossprojekt «Stuttgart 21» kostet fast zehn Mal soviel wie das eigentliche Herzstück.
Für das Herzstück müssen keine Gebäude – ganz oder teilweise – abgerissen werden, die unter Denkmalschutz stehen.
Für das Herzstück sind keine grossen Baumfäll-Aktionen nötig. Nur für eine Baugrube beim Zolli-Parkplatz, die nach Beendigung der Bauarbeiten wieder zugedeckt wird, müssen Bäume ersetzt werden.
Das Projekt «Stuttgart 21» bringt vor allem für den Fernverkehr einen Gewinn. Das „Herzstück“ der S-Bahn hat Stuttgart bereits 1978 in Form einer unterirdischen Verbindung mit verschiedenen Innenstadtstationen gebaut. Diese Verbindung ermöglicht seit 30 Jahren Durchmesserlinien, macht für die meisten S-Bahnen ein Wenden unnötig und erschliesst die Innenstadt besser.
