Das eigentliche Herz kostet – ohne Zulaufstrecken und Bahnhofanpassung – etwas mehr als CHF 1 Mia. Wieso?
Die Kosten für den Bau des Herzstücks, inklusive der unterirdischen Haltestellen und der Zufahrtsrampen, sehen wie folgt aus:
Investitionskosten, nur Herzstück, Preisbasis 2004 [CHF Mio.] | Betriebswirtschaftliche Bilanz* [CHF Mio./Jahr] |
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Variante Mitte | CHF 1,2 - 1,5 Mia. | 0 |
* Die betriebswirtschaftlichen Zusatzkosten sind die zusätzlichen Kosten, die für die öffentliche Hand beim Betrieb des Herzstücks anfallen würden. Die Einnahmen aus der S-Bahn sind darin bereits enthalten. Nicht enthalten sind die Verzinsung und Amortisation der Infrastruktur. Beträgt die betriebswirtschaftliche Bilanz 0 – wie bei der Variante Mitte –, so ist mit keinen zusätzlichen jährlichen Kosten für die öffentliche Hand zu rechnen.
Nicht in der Summe enthalten sind die Kosten für die folgenden Bauten:
Anpassung der Gleisanlage im Badischen Bahnhof;
Anpassungen und Erweiterungen im Bahnhof SBB, insbesondere die notwendige Erweiterung des Ostkopfs bei der Peter Merian-Brücke (ohnehin für den Ausbau des Fahrplans notwendig);
Ausbau der Zulaufstrecken, inklusive der Überwerfungen in Pratteln und Muttenz (ohnehin für den Ausbau des Fahrplans notwendig);
Vorinvestitionen in das Verzweigungs-Bauwerk aus Grossbasel in Richtung St. Johann, das als so genannte Y-Lösung in einer zweiten Ausbauetappe erstellt werden könnte;
Ausbau der Abstellanlagen;
Haltestelle Morgartenring und Massnahmen zur Fahrplanverdichtung in Richtung St. Johann und Frankreich.
Werden diese Kosten ebenfalls berücksichtigt, muss in den nächsten 20 bis 30 Jahren mit Investitionen von rund CHF 2 Mia. gerechnet werden. Dazu kommt die Teuerung seit dem Jahr 2004.
Ebenfalls beachtet werden muss: Die Regio S-Bahn verkehrt heute im 30 Minuten-Takt. Parlamentarische Beschlüsse zur Erhöhung des Takts auf 15 Minuten liegen vor. Bei der Einführung dieses 15 Minuten-Takts wird der Ausbau der Zulaufstrecken, der Bahnhöfe und der Abstellanlagen ohnehin nötig. Die Kosten für diesen Ausbau werden also weitgehend schon früher anfallen. Ausserdem kommt ein Teil des Ausbaus der Zulaufstrecken und des Bahnhofs SBB auch dem wachsenden Güter- und Personenfernverkehr zugute. Dieser Teil muss vom Bund finanziert werden.
