Der Kleinhüninger Hafen soll zu einem neuen Wohnquartier werden. Warum ist dort keine Station geplant?
In der Variante Nord des Herzstücks ist beim Campus Novartis eine Haltestelle am Hüninger Zoll vorgesehen. Die Haltestelle auf der rechten Seite des Rheins liegt im Bereich des Wiesenplatzes, also zu weit vom Hafenareal entfernt. Bei der Variante Nord ist zudem das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen schlechter als bei der Variante Mitte.
Eine weitere Variante, die zukünftige Wohngebiete im Hafen mit einer Haltestelle Westquai/Hoch-bergerplatz erschliessen könnte, müsste auf der linken Seite des Rheins vollständig auf französischem Boden verlaufen. Das Bewilligungsverfahren in Frankreich wäre dem Projekt kaum förderlich.
Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Neubauten auf dem lang gestreckten, schmalen Hafenareal werden mit einer neuen Tramlinie besser und vor allem wirtschaftlicher bedient. Umsteigemöglichkeiten auf die S-Bahn gibt es am Claraplatz oder bei der Messe.
Ganz allgemein ist festzustellen, dass die Anhänger einer Variante Nord völlig unterschiedliche Vorstellungen über Linienführung und Haltestellen haben:
Die einen denken an die Reaktivierung von stillgelegten alten Industriegleisen.
Andere sprechen von einer oberirdischen Rheinquerung mit einer Fortsetzung der Linie auf Stelzen durch Kleinhüningen.
Dritte sehen in Basel-Nord Haltestellen unter dem Stücki-Einkaufszentrum und unter der Erlenmatt vor.
Es gibt sogar Vorstellungen, eine Haltestelle noch weiter im Norden unter dem Vitra Design-Museum in Weil zu bauen.
Wieder andere stellen sich mit dem so genannten Nordbogen Linienführungen weiter nördlich im Elsass im Bereich der Palmrheinbrücke vor, wo noch weitere Gebiete erschlossen werden könnten. Allerdings verkehrt dort noch nicht einmal ein Linienbus. Der Beweis für eine Nachfrage, die eine kostspielige S-Bahn rechtfertigt, ist also nicht erbracht.
