Warum wird das Herzstück nicht über den Bahnhof St. Johann geführt? Mit dem Novartis Campus und den vielen neuen Bauprojekten in Basel Nord gäbe es hier doch genügend Bedarf.
Diese Frage muss aus einer kurz- und einer mittelfristigen Perspektive beantwortet werden.
Kurz- und Mittelfristig
Die Tramlinien, die das St. Johann-Quartier bedienen – die Linie 1 und die neue Linie 21 zum Badischen Bahnhof – sind noch nicht ausgelastet. Die Frequenzen könnten hier relativ einfach verdichtet werden. Es gibt aber bereits bei der bestehenden S-Bahn-Linie Verbesserungsmöglichkeiten. Die SBB und die Herzstück-Projektorganisation klären zurzeit ab, ob und wie …
die grüne S-Bahnlinie wieder wie früher von Mulhouse über die Bahnhöfe St. Johann und SBB direkt nach Frick und Laufenburg fahren könnte. Das Problem besteht hier darin, dass die Schweizer Flirt-Züge in Frankreich nicht zugelassen werden.
zusätzlich zu den bestehenden Zügen aus der Schweiz zumindest bis zum Bahnhof St. Johann – und eventuell auch bis Saint Louis – mehr S-Bahn-Züge geführt werden könnten, so dass der Bahnhof St. Johann wenigstens in den Spitzenzeiten etwa alle 15 Minuten vom Bahnhof SBB aus bedient würde.
die lange gewünschte Haltestelle Morgartenring eingerichtet werden könnte, die das Umsteigen von und zur Tramlinie 6 nach Allschwil ermöglichen würde. Diese Haltestelle ist deshalb momentan in Prüfung.
Langfristig
Die Variante Mitte des Herzstücks soll so geplant werden, dass sie später um eine Abzweigung zum Bahnhof St. Johann ergänzt werden kann. Diese so genante Y-Variante ist ungefähr gleich teuer wie die Variante Nord, hat aber zwei Vorteile:
Sie kann in Etappen verwirklicht und damit auch gestaffelt finanziert werden.
Für die Fahrgäste von Deutschland und vom Kleinbasel aus fällt der Umweg via St. Johann nach Basel SBB und damit eine Fahrzeitverlängerung von 6 Minuten weg.
