Wer bezahlt das Herzstück?
Voraussichtlich wird der Bund aus seinem Infrastrukturfonds etwa 40 Prozent der Kosten für das Herzstück übernehmen. In Zürich bezahlt der Bund 50 Prozent der neuen Durchmesserlinie, in Genf 57 Prozent an die Bahnverbindung Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse (CEVA). Die Höhe dieser Beiträge hat damit zu tun, dass die beiden Bahnlinien nicht nur für den Agglomerationsverkehr benutzt werden.
Aber auch nach Abzug eines möglichen Bundesbeitrages bleibt ein Betrag von mindestens CHF 700 Millionen, der von den Kantonen aufgebracht werden müsste. Dazu kommen Investitionen in die Zufahrtsstrecken, in den Ausbau des S-Bahn-Fahrplans auf den 15 Minuten-Takt sowie ein allfälliger Beitrag an den Ausbau des Bahnhofs SBB. Der Ausbau der Zufahrtsstrecken und des Bahnhofs SBB dient allerdings auch dem Güter- und Personenfernverkehr und müsste deshalb vom Bund mitfinanziert werden.
Die Verteilung der Kosten unter den Kantonen ist noch nicht geregelt. Die Region Nordwestschweiz ist politisch stärker unterteilt als die meisten anderen Regionen der Schweiz. In Zürich und Bern ist diese Situation einfacher. Selbst Genf finanziert auf seinem Territorium die Verbindungsbahn nach Frankreich wohl mit einem Bundesbeitrag, aber ohne Beiträge aus Frankreich oder aus dem Kanton Waadt, die ebenfalls davon profitieren. Allerdings ist der Kanton Genf mit einer Fläche von 282 km2 und knapp 464‘000 Einwohnern wesentlich grösser als der Kanton Basel-Stadt (37 km2 und 193‘000 Einwohner).
