Überall wird gespart. Wie lässt sich eine so hohe Investition rechtfertigen?
Die Kosten für den Bau der Zulaufstrecken, die Bahnhöfe und das Herzstück selbst verteilen sich auf viele Jahre. Beim Herzstück handelt es sich um ein Jahrhundertbauwerk, das noch zahlreichen Generationen zugute kommen wird. Der Eisenbahntunnel am Gotthard ist – wenn er auch in seiner Dimension nicht mit dem Herzstück vergleichbar ist – seit 128 Jahren in Betrieb.
Ein entsprechender Ausbau des Strassennetzes hätte weit höhere Investitions- und Betriebskosten zur Folge, zum Beispiel für die Strassentunnels.
Auch ein Ausbau des Tramnetzes ist nötig. Allein auf der Strecke vom Bahnhof SBB bis zum Aeschenplatz sind in den nächsten 20 Jahren zusätzliche 15 Prozent Fahrgäste zu erwarten. Dabei ist die Kapazität des heutigen Netzes beschränkt: Schon heute stösst der dichte Tramverkehr zwischen dem Barfüsserplatz und dem Claraplatz auf Kritik.
Nicht zuletzt hilft das Herzstück auch Kosten zu sparen: Die Fahrzeiten werden kürzer, das zeitraubende Wenden der Züge im Badischen Bahnhof und im Bahnhof SBB wird wegfallen. Damit ist beim Zugbetrieb bei gleichem Fahrplan-Intervall sogar mit Minderkosten zu rechnen.
