Wieso soll der Tunnel für das Herzstück ausgerechnet unter der historischen Innenstadt gebaut werden? Die Entwicklung findet doch heute im Norden der Stadt statt.
Die Idee, die S-Bahn dort zu bauen, wo es noch kein schnelles Angebot im öffentlichen Verkehr gibt, ist sicher nicht vornherein auszuschliessen. Aber in der Innenstadt von Klein- und Grossbasel ist die Nachfrage nach dem öffentlichen Verkehr eindeutig am höchsten. In der Innenstadt sind auch die Tramlinien am stärksten belastet. Der Norden Basels ist bereits mit relativ schnell fahrenden, aber lange nicht ausgelasteten Tramlinien wie der Linie 1/14 erschlossen, respektive er wird in nächster Zeit noch weiter erschlossen werden, zum Beispiel in der Erlenmatt oder beim Hafen.
Im übrigen ist die Innenstadt noch längst nicht fertig gebaut. Neue Entwicklungen liegen in Fussgängerdistanz zu geplanten S-Bahn-Stationen, zum Beispiel der Erweiterungsbau der Messe, das Universitäts-Kinderspital beider Basel oder der Roche-Turm. Selbst wenn gegenwärtig im Norden Basels mehr Kräne stehen, wird es in der Innenstadt, respektive am Rande der Innenstadt auch in Zukunft mehr Arbeitsplätze sowie mehr Einwohnerinnen und Einwohner geben als im Norden Basels.
Zudem dienen die S-Bahn-Stationen in der Innenstadt zum Umsteigen auf jene Tram- und Buslinien, die den Bahnhof SBB nicht bedienen. Die Einwohnerinnen und Einwohner aus einer ganzen Reihe von Quartieren und Vororten werden dank dem Herzstück mit Bus oder Tram ohne Umsteigen zu einer S-Bahn-Station fahren können, wo heute ein zusätzliches Umsteigen zwischen Trams und Buslinien nötit ist. Dazu zählen zum Beispiel die Gebiete Burgfelder Grenze/Luzernring, Allschwil, Huningue/Village-Neuf, Surinam, Habermatt, Grenzach oder Birsfelden.


Legende: Einwohner, Arbeitsplätze und Verkaufsflächen im Jahr 2030, die von S-Bahn Stationen zu Fuss erreicht werden können.
