Potenzial
Grafik: Einwohner, Arbeitsplätze und Verkaufsflächen im Jahr 2030, die von den S-Bahn-Stationen zu Fuss erreicht werden können.
Anwendung des Gesamtverkehrsmodells GVM 2030
Um die verschiedenen Varianten zu vergleichen wurde das für viele andere Verkehrs- und Siedlungsfragen in der Region Basel benutzte Gesamtverkehrsmodell 2030 verwendet. Für die Zweckmässigkeitsprüfung 2004 des Herzstücks wurde noch das Gesamtverkehrsmodell 2020 benutzt. Die hauptsächlichsten Unterschiede der beiden Modelle sind:
Die Prognosen der Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen sowie der Verkaufsflächen gegenüber heute wurden für das Jahr 2030 nicht nur pauschal abgeschätzt, sondern einzeln berechnet.
Reduktion des sogenannten Grenzwiderstandes um die Hälfte.
Neu wird auch die Parkplatzbelegung teilweise berücksichtigt.
Was das Modell nicht abbildet
Das Modell arbeitet mit folgenden Vereinfachungen:
Fusswege und Velofahrten sind nicht enthalten.
Das Modell nimmt an, dass der öV-Kunde den Fahrplan nicht kennt, sondern beliebig an der Haltestelle eintrifft. Damit wird bei Takt-S-Bahnen die Benutzung unterschätzt.
Der induzierte Verkehr – wenn ein Bewohner dank besserem öV-Angebot öfters unterwegs ist, anstatt zu Hause zu bleiben – wird im Modell nicht berücksichtigt.
Ebenfalls unbeachtet sind die langfristigen Auswirkungen, welche solche Projekte auf Siedlungs- und Arbeitsplatzentwicklungen haben, und die damit verbundene Verkehrserzeugung.
Fazit
Die absolute Zahl der Fahrten auf der verbesserten S-Bahn wird im Gesamtverkehrsmodell zumindest langfristig eher unterschätzt. Für den (relativen) Variantenvergleich ergibt sich aber kein Vorbehalt.


