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| Als politisches Leitorgan und Auftraggeber dieser Zweckmässigkeitsstudie
unterbreiten wir mit diesem Bericht einem breiten Kreis von Interessierten
die Frage, ob eine S-Bahn-Verbindung unter der Basler Innenstadt als Herzstück
des trinationalen Netzes nur «nice-to-have» wäre, oder
ob sie in den kommenden zwei Generationen in der einen oder andern Form
benötigt wird. Die Projektleitung, also die Experten der beiden Basler
Kantone und der SBB haben nach anderthalb Jahren Planung, Beratung und Bewertung
externer Gutachten ihre Empfehlungen formuliert und in diesem Bericht begründet.
Wir stellen diesen Bericht bewusst ungefiltert zur Diskussion, weil wir
zur politischen Meinungsbildung anregen und diese Meinung nicht vorweg nehmen
wollen. Schleichende Verkehrsüberlastung Dass die zukünftigen Verkehrsprobleme vor allem in den Agglomerationen liegen, ist unbestritten. Viele Faktoren lassen die Verkehrsbedürfnisse zunehmen, etwa die Zunahme des Bruttosozialproduktes, das vermehrte «Wohnen im Grünen», die Verlagerung der Arbeitsplätze an den Rand der Städte und in die Vororte. Die Auto- und Lastwagenkolonnen geraten auf den Autobahnen immer häufiger ins Stocken und weichen auf unsere Stadt- und Dorfstrassen aus. Die Verkehrsüberlastung überfällt unseren Raum nicht schlagartig in Form eines «Kollapses»: Vielmehr stellt sich diese Überlastung trotz neuer Hochleistungsstrassen schleichend ein und nagt zunehmend an der Lebens- und Wohnqualität, aber auch an der Konkurrenzfähigkeit unseres Wirtschaftsraums. Vorsorge treffen – langfristig voraus denken Es wird also nicht einen genau definierten Zeitpunkt geben, ab dem die Region Basel dringend einen Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur benötigt. Wir wissen aber, dass eine grosse Verkehrsinfrastruktur mehrere Jahrzehnte braucht, bis sie baureif und finanziert ist: Deshalb ist es auch nicht entscheidend, ob die Prognosen, die für diese Zweckmässigkeitsprüfung erarbeitet wurden, bereits 2020 oder erst 2030 eintreffen. Das kann ohnehin niemand mit Sicherheit sagen, denn zu viele Faktoren – wie Bevölkerungswachstum, trennende Wirkung der Landesgrenzen, Ansiedlungsentscheide grosser Arbeitgeber etc. – sind in ihrer Entwicklung nicht präzise vorhersehbar. Sicher ist hingegen, dass schon heute planerische Massnahmen in Angriff genommen werden müssen, damit eine spätere Generation dieses Herzstück der Regio-S-Bahn ohne allzu grosse zusätzliche Kosten realisieren könnte. Breite Meinungsbildung gefragt Der Projektleitung, den Mitgliedern der zahlreichen Arbeitsgruppen und den externen Planungsbüros möchten wir an dieser Stelle herzlich danken: Obschon nur ca. 0,4 Promille der prognostizierten Bausumme für die vorliegende Zweckmässigkeitsstudie ausgegeben wurden, konnten doch etliche Hauptfragen geklärt werden. Gefragt ist aber nicht nur das Wissen und die Empfehlungen von Fachleuten und die Führungsverantwortung der politischen Organe, sondern im demokratischen Entscheid auch die Meinungsbildung einer breiteren Öffentlichkeit. Aus diesem Grunde stellen wir diese Zweckmässigkeitsprüfung des Herzstücks der Regio-S-Bahn Basel zur Diskussion und laden Sie ein, uns Ihre Meinung zum Bericht der Projektleitung mitzuteilen. Erst nach Abschluss und Auswertung dieses Mitwirkungsverfahrens werden die Verantwortlichen der beiden Kantone und der SBB entscheiden, ob die Idee «Herzstück» weiterverfolgt und die Studien vertieft werden sollen. Wir wünschen eine anregende Lektüre und freuen uns auf eine rege Beteiligung am Mitwirkungsverfahren. Für das Leitorgan: Vertreter des Kantons Basel-Stadt: • Dr. Ralph Lewin, Regierungsrat, Vorsteher des Wirtschafts- und Sozialdepartementes • Barbara Schneider, Regierungsrätin, Vorsteherin des Baudepartementes Vertreterin des Kantons Basel-Landschaft: • Elsbeth Schneider-Kenel, Regierungsrätin, Vorsteherin der Bau- und Umweltschutzdirektion Vertreter der SBB: • Markus Geyer, Leiter Verkauf- und Kapazitätsmanagement, Infrastruktur SBB Basel/Liestal/Bern Juli 2004 |
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