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Stand der Planung

Die Parlamente der beiden Basler Kantone haben im Herbst 2009 verlangt, dass die von den Regierungen favorisierte Variante «Mitte» nochmals verifiziert werde. Dabei sei der Einfluss einer verstärkten baulichen Verdichtung im Norden zu berücksichtigen wie auch die Mitbenutzung der bestehenden Bahnlinie zwischen Bahnhof SBB und Bahnhof St. Johann («Elsässerbahn») zu prüfen. Externe Gutachten bestätigten, dass die Variante Mitte die zweckmässigste ist und das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist. Ein weiteres unabhängiges Gutachten durch Prof. U. Weidmann der ETH Zürich bekräftigte dieses Ergebnis. Die beiden zuständigen parlamentarischen Kommissionen haben deshalb im Oktober 2010 grünes Licht für die Weitererarbeitung der Variante Mitte mit späterer Ausbaumöglichkeit zur Variante Y gegeben.

Kosten und Realisierung

Grobkostenschätzungen gehen für die erste Etappe (Variante Mitte) von Investitionskosten in der Höhe zwischen 1,2 bis 1,5 Mia. Franken aus. Dazu kämen Kosten für den Ausbau der Zufahrtsstrecken und des Bahnhofs SBB, die unabhängig des Herzstücks für Fahrplanverbesserungen notwendig sind. Die Finanzierung des Vorhabens ist derzeit noch offen. Eine Inbetriebnahme wäre in den Jahren zwischen 2025 und 2030 technisch möglich.

Wie es weitergeht

Für die Variante Mitte gilt es nun, zahlreiche planerische Fragen weiter zu vertiefen, von der Lage und Dimensionierung der Haltestellen, über die bauliche Umsetzung bis zur Finanzierung. 2013 soll bei den Parlamenten ein Planungskredit über rund 20 bis 30 Mio. Franken für ein Vorprojekt mit Kostenschätzung beantragt werden.

Nächste Schritte drängen

Auch wenn kaum vor 2020 mit dem Bau des Herzstücks begonnen werden kann, ist die Weiterarbeit dringend. Denn eine sorgfältige Planung im städtischen Umfeld braucht Zeit. Die Beschlussfassung ist bei zwei bis fünf Kantonen und allenfalls Nachbarländern komplexer als beispielsweise im Kanton Zürich. Zudem muss man sich mit konkreten Plänen bald in Bundesbern melden. Andere Kantone sind mit ihren Projektvorhaben wesentlich weiter. Aber auch die heute vorbildliche S-Bahn in der Stadt Zürich brauchte von der ersten Tiefbahnplanung bis zur Inbetriebnahme der S-Bahn-Durchmesserlinie ganze 30 Jahre.

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